TEST: Haushaltsmittel selbstgemacht - Was Oma schon wusste ist heute hipster

Aktualisiert: 19. Okt 2019



Der größte Clou ist im Moment wohl das Kastanienwaschmittel. Auf vielen Blogs und Zeitschriften wird beschrieben wie die Wäsche mit natürlichen Zutaten sauber wird. Der Seifenstoff in den dekorativen Nüssen ist das Geheimnis hinter der raffinierten Idee. Wir sind nicht die ersten, die das unbedingt - ok zugegeben erstmal mit den Hundehandtüchern - ausprobiert und anschließend für gut befunden haben. Das Spiel mit den DIY-Haushaltsprodukten kann man noch viel weiter treiben. Und das haben wir gemacht.

Zuerst stand das Geschirrspülmittel aus Efeu, Wasser und Waschsoda auf der Liste. Dazu erstmal einen kleinen Exkurs zu Waschsoda: In dem Haushaltsbuch meiner Oma ist diesem „Wundermittel“ ein ganzes Kapitel gewidmet. Angeblich kann die erfahrene Hausfrau damit sowohl Flecken vorbehandeln als auch Abflüsse reinigen. Im Drogeriemarkt bekommt das coole Zeug nur wenig Aufmerksamkeit und steht in der hintersten Ecke neben den doppelt und dreifach so teuren Chemiebomben. Macht euch ruhig mal auf die Suche nach dieser unscheinbaren Wunderwaffe.

Zurück zum Spülmittel: Drei Hände voll Blätter (zerkleinert) und ein Teelöffel Waschsoda werden mit kochenden Wasser übergossen. Das Ganze zieht fünf Minuten, wird abgesiebt, gekühlt und abgefüllt. Das geht genauso schnell wie der Erkältungstee, den ich mir gleich noch nebenbei mache. Am nächsten Morgen wird das Ökospülmittel sofort dem Härtetest unterzogen - die Müslischüsseln von gestern sind noch nicht sauber. Ich spül freiwillig - aber eben nur mit Efeu und seinen Seifenstoffen.

Als ich das Glas öffne stecke ich erstmal meine Nase hinein. Riecht schon ein bisschen Öko die braune Flüssigkeit. Die Performance in der festgetrockneten Müslischüssel überzeugt allerdings sofort. Die Seifenstoffe lassen sich nicht leugnen und die Haferflocken verschwinden genauso schnell vom Porzellan, wie mit Pril und Konsorten. Der gewöhnungsbedürftige Duft hat sich mittlerweile auch verdünnisiert. Wir behalten unser neues Gebräu auf jeden Fall in der Küche. Auch auf den nächsten Bustrip kommt es mit, denn es ist um einiges günstiger als da biologisch abbaubare Spülkonzentrat, das wir sonst verwenden.

Jetzt ist zwar unser Geschirr sauber, aber was ist mit dem Rest der Bude? Geht das auch ohne unsere Abwässer mit Chemie zu vergiften? Die Antwort ist angeblich ja und in Form Essig mit Rosmarin und Orangenzesten zu bewerkstelligen. Auch der Essigreiniger ist mir aus Oma´s Zeiten durchaus bekannt. Die desinfizierenden und fettlösenden Wirkung des Rosmarins ist mir allerdings neu. Mal sehen, was dahinter steckt. Ich gebe 500ml Weißweinessig, 4 Rosmarinzweige aus dem Garten mit ein paar Orangenzesten in eine Flasche und stelle dieses dekorative Assessoir für eine Woche ins Regal. Passt perfekt, dann steht der nächste Hausputz an.


Als ich nach sieben Tagen die Flasche öffne strömt mir ein saurer aber fruchtiger Geruch entgehen. Ich bin gespannt ob dieses Zeug unser vernachlässigtes Bad sauber bekommt. Ein Stamperl davon in den Putzeimer und los gehts: die Toilette, die Amaturen, die Badewanne und schließlich der Boden. Egal ob Kalkflecken oder den so hartnäckigen Badewannenschmutz - das halbe Salatdressing überzeugt und unser Bad ist blitzeblank.

Die liebe Oma hat es also schon längst gewusst - es braucht keine teuren Chemiehammer in bunten Flaschen um es zu Hause sauber zu haben. Der neue Allzwegreiniger wird auf jeden Fall Standart bei uns.

Habt ihr auch natürliche Tipps aus Großmutters Haushaltsbuch? Wir freuen uns über eure Erfahrungen in den Kommentaren!

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